Deutsch
Ganze Website
Cannabis Social Club
Encod.org
European Coalition for Just and Effective Drug Policies (ENCOD)
Secretariat: Ploegstraat 27 – 2018 Antwerpen - Belgium
Tel: +32 (0)495 122 644
E-mail: office at encod.org

Startseite > Deutsch (de) > AGENDA > HANFWANDERTAG, WIEN

AgendaAgenda

HANFWANDERTAG, WIEN

Veröffentlicht am Donnerstag 8. September 2011 18:30, von encod . Bearbeitet am Donnerstag 8. September 2011 18:28

Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch]

Hanfwandertag Wien: 1. Oktober 2011

Treffpunkt: 13:00 Uhr, Europaplatz

(Westbahnhof, Mariahilferstraße)

Das Motto: Stoppt den Drogenkrieg!

Nach dem Hanfwandertag im Rahmen des „World Wide Marijuana March“ im Mai, findet auch heuer wieder eine zweite Demonstration im herbstlichen Wien statt.


Stimmen aus der Politik, die den Hanfwandertag nicht als politische Veranstaltung sehen sondern als Party abtun, sollen durch den Hanfwandertag daran erinnert werden, dass Cannabiskonsumenten noch immer diskriminiert und politisch verfolgt werden. „Wenn nicht gewollt ist, dass wir auf die Strasse gehen, dann braucht nur der sinnlose Krieg gegen Drogen, allen voran der gegen Hanf beendet werden“, heißt es in einer Aussendung von Legalize! Österreich.

Allein in Österreich gibt es jährlich knapp 20.000 Anzeigen im Bezug auf Cannabis, etwa jede zehnte Anzeige endet mit einer Verurteilung. „Die Strafverfolgung ist die schlimmste Nebenwirkung des Cannabiskonsums“, heißt es weiter. „Existenzen und Familien werden zerstört, nicht auf Grund der Substanz sondern aus politischem Unvermögen.“ Auch wenn eine Anzeige bei 90% der Fälle zurückgelegt wird, müssen die Beschuldigten mit Repressionen rechnen. Eltern werden beispielsweise die Kinder entrissen und auch mit Problemen im Bezug auf den Erhalt von Arbeitsplatz und Führerschein ist zu rechnen. Behörden stellen oft sogar rechtswidrige Bescheide aus, die nur mit Hilfe von kompetenten Rechtsanwälten mühsam beeinsprucht werden können. Verurteilten Konsumenten droht eine Stigmatisierung wie Gewaltverbrechern.

Fehlende Aufklärung führt auch zu reißerischen Schlagzeilen wie z.B. „Hasch am Ring“ vor wenigen Wochen. Da gehen irgendwo ein paar Hanfpflanzen auf und sämtliche Medien stürzen sich auf die Geschichte. Von den „giftgrünen“ Blättern wird berichtet und die Polizei rückt aus um die Pflanzen abzuernten und zu analysieren. Alles nur wegen ein paar harmloser Pflanzen.

Die Prohibition kostet jedem Europäer jährlich etwa 100 Euro. Für Österreich ergibt sich daraus grob geschätzt also ca. 1 Millarde Euro im Jahr, europaweit lagen die Kosten in den letzten Jahren zwischen 35 und 60 Mrd. Euro. Geld das im Fall einer wie auch immer gehandhabten Liberalisierung großteils eingespart werden kann. Zusätzlich fließt das Geld der Konsumenten nach einer Freigabe nicht weiter in illegale Kanäle, sondern wird ein Teil der Wirtschaft. Arbeitsplätze und Umsätze verbessern somit auch das Bruttonationalprodukt.

„Aber auch die Gesundheit der Bevölkerung ist uns wichtig, denn immer öfter kommt verunreinigtes Cannabis in Umlauf.“ Von Zucker, Quarzsand, Spritzmittel und sogar Blei im Gras wird immer wieder berichtet. Kein Wunder wenn der Markt nicht kontrolliert ist weil man einen Schwarzmarkt eben nicht kontrollieren kann. Für die Konsumenten bringt eine Normalisierung der Situation qualitätskontrollierte Produkte und damit ein geringeres Risiko.

Patienten, die aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren, haben durch natürliches Cannabis bessere Chancen. Die Cannabismedizin selbst setzt in der Regel nur auf die Monosubstanz Dronabinol als Wirkstoff, das verbotene Delta-9-THC in Reinform. Der synthetische bzw. halbsynthetische gewonnene Cannabiswirkstoff ist teuer in Herstellung und Anschaffung. Die Kosten werden von den Krankenkassen oft nicht übernommen. Patienten werden von unwissenden Ärzten oft auf andere Medikamente verwiesen, deren Nebenwirkungen aus weit gefährlicheren

Substanzen als Cannabis, wie z.B. Opiaten resultieren. Nur wenige Ärzte sind aufgeklärt und getrauen sich Dronabinol zu verordnen. Natürliches Cannabis besteht jedoch nicht nur aus dem Dronabinol, der verbotenen Substanz THC. Der Hanf enthält eine Kombination von Cannabinoiden die in ihrem Zusammenspiel therapeutisch oft besser wirken als die Monosubstanz.

Sogar Landwirte die Lebensmittel- und Industriehanf kultivieren profitieren von einer Freigabe, denn damit werden auch die regelmäßigen Kontrollen auf den Feldern hinfällig. Der aktuell vorgeschrieben maximale THC-Gehalt von 0,3% ist nur mit genmanipuliertem Saatgut zu erreichen. Während der Hanf von Natur aus eine zweihäusige Pflanze ist, also es männliche und weibliche Pflanzen gibt, sind diese künstlich gezüchteten Sorten einhäusig, also Zwitter.

Zur Zeit sieht es aber leider noch nicht danach aus, dass der Staat das Verbot aufhebt, obwohl es seitens der EU und auch der UNO bereits Signale gibt, den "Krieg gegen die Drogen" zu beenden. Die verantwortlichen Politiker argumentieren, dass man mit Drogen kein Geld verdienen will.

Hoppla! Mit Drogen kein Geld verdienen?

Was ist dann mit dem Alkohol? Was ist mit Tabak? Was ist mitm den Medikamenten?

Ja, es gibt sie die Drogenprobleme, doch der Cannabiskonsum ist erwiesenermaßen das geringere Übel.

Nach den jüngsten Debatten zum Thema problematischer Alkoholkonsum warnen die Suchtexperten vor einem Alkoholverbot, da es kontraproduktiv wäre. Das muss auch für Cannabis gelten - je früher, umso besser.

Dann brauchen wir auch den Hanfwandertag nicht mehr!

Denn noch vor 100 Jahren war Hanf ein unersetzlicher Rohstoff für die kulturelle Entwicklung der gesamten Menschheit. Nachweisbar findet Hanf schon seit Jahrtausenden in unzähligen Bereichen Anwendung. Historische Funde aus der Frühgeschichte der Menschheit zeigen die wichtige kulturelle Funktion dieser universellen Nutzpflanze bei fast allen Völkern der Erde.

Auch wichtige Errungenschaften der westlichen Zivilisationen waren Jahrtausende lang von der Nutzung der Hanfpflanze abhängig. So drohte beispielsweise in Virginia (USA) von 1763 bis 1767 sogar Gefängnisstrafe, wenn man sich weigerte, Cannabis anzubauen. Hanf war bis in die Mitte des 20 Jahrhunderts weltweit einer der wichtigsten Rohstoffe. Aus Hanf wurden Nahrungsmittel, Seile, Textilien und Papier sowie Medizin und Öle gemacht. Die damit verbundene Infrastruktur zum Anbau und zur Verwertung des Hanfes war für die kulturelle Entwicklung unserer zivilisierten Welt verbindlich.

Erklärender Weise kann man heute Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Interessen der Kunstfaser- und Öl-Industrie zur Mitte des letzten Jahrhunderts und die strategisch eingesetzte Anti-Hanf-Propaganda durch die weltweite Drogenpolitik erkennen, die bis heute ihre Gültigkeit haben. Die Petrochemie ist natürlich nachwievor nicht an Konkurrenzprodukten intressiert.

Über 50.000 Produkte lassen sich mittlerweile aus Hanf herstellen.

Wenn diese genutzt werden, können die meisten Probleme in der Energieversorgung, in der Umwelt und Natur, im Gesundheitswesen und in vielen anderen Bereichen umweltfreundlich und dauerhaft gelöst werden. Die vergangene Desinformation ist so deutlich wie der unermessliche Nutzen der Hanfpflanze!

Österreich:

800.000 regelmäßige Konsumenten, 1.5 Mio. haben es schon probiert - Cannabis, Hanf, Marijuana.

Hunderttausende Österreicher verwenden Cannabis, prozentual nicht weniger als in den Niederlanden wo es seit 26 Jahren toleriert wird. Internationale wissenschaftliche Studien zeigen, dass Repression nicht funktioniert und falsch ist.

Nur wenige Personen lassen sich durch die drohende Strafverfolgung abschrecken!

Das Cannabisverbot schützt die Jugend nicht:

Wegen dem Verbot existiert ein riesiger Schwarzmarkt ohne Alters- und Qualitätskontrollen. Der Anteil minderjähriger Konsumenten steigt seit Jahren.

Die Jugend braucht Prävention, nicht Kriminalisierung!

Das Cannabisverbot kostet Millionen:

Über 19.000 Ermittlungsverfahren kosten dem Steuerzahler Dutzende Millionen an Euro pro Jahr. Eine Legalisierung spart Steuern und entlastet Exekutive und Justiz.

Cannabis könnte nach der Legalisierung auch besteuert werden, heute fließen diese Gelder in die Taschen von kriminellen Organisationen.

Wir fordern daher:

* Legalisierung von Cannabis ab 16 Jahren

* Straffreistellung bei Anbau und Besitz von Cannabis für den persönlichen Gebrauch

* Staatlich kontrollierter und besteuerter Handel

* Verstärkte Präventionsmaßnahmen und Aufklärung

* Werbeverbot für ALLE Drogen!

Beteiligt euch AKTIV am HANFWANDERTAG:

Egal ob mit eigenem Wagen, schönen Transparenten, Fahnen oder Schildern, lustigen Kostümen oder vielleicht sogar in Anzug und Krawatte ...

Falls Ihr noch Fragen habt, einen Redebeitrag leisten wollt oder ähnliches schreibt bitte ein Mail: info at hanfwandertag.at

Share |

auf diesen Artikel antworten

Sitemap | Redaktion SSL NO SSL | WebMail SSL NO SSL | SPIP | Valid XHTML 1.0 Strict